Das Fliegerdenkmal auf dem Soldatenfriedhof Illfurth
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Dieses Denkmal stand bis in die 20er Jahren hinein am
südöstlichen Ende des Feldflugplatzes von Habsheim. Dort, auf
dem kleinen Friedhof, lag die Besatzung eines Flugzeugs, das am 16.März
1916 bei der Verteidigung des Flugplatzes mit einem französischen
Flugzeug zusammen stieß und abstürzte. Als Illfurth Sammelfriedhof
der Sundgaufront (von der Schweizer Grenze bis nach Mühlhausen) wurde,
ist auch dieses Denkmal von Habsheim hierher gebracht worden. Gestiftet
wurde dieses Denkmal von der Feld Flieger Abt.48, aus deren Reihen die
Flieger kamen.
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Einer der Gefallenen Walter Kurth, (Leutnant der Res.)
Beobachter im Flugzeug, war ein ehemaliger Angehöriger des preuss.
Garde Füsilier Regiments (Maikäfer Regiment) das selbst vom 6.8.1917
bis 30.9.1917 im Elsass stationiert war.
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In der Regimentsgeschichte des Garde Füsilier Regiments ist über das folgendes zu lesen:
„Über den Heldentodes Leutnants Kurth und dessen Besatzung hören wir folgenden Bericht.
Am Sonnabend, den 18. März 1916 gegen 5.00 Uhr nachmittags, erschien vom Belforter Loch her am sonnigen Frühsommerhimmel ein franz. Geschwader von 16 Maschinen, zwei weitere folgten in kürzerem Abstand nach. Offenbar hatte das franz. Geschwader den Auftrag, den Wanne Bahnhof und den Flugplatz Habsheim mit Bomben zu belegen. Aber schon waren unsere Flieger zur Stelle und der Luftkampf begann. Ballonabwehrgeschütze feuerten, dazwischen das harte tat, tak, tak, der Maschinengewehre der Flugzeuge, die krachenden Explosionen der von gegnerischen Flugzeugen abgeworfenen Bomben. Die Bevölkerung suchte eiligst Deckung, um vor Sprengstücken, Blindgängern und Maschinengewehrgeschossen sicher zu sein. Nur vereinzelte, mit stärkeren Nerven ausgestattete Neugierige blieben auf der Straße.Da ein allgemeiner Schrei, der erste Gegner stürzte, zu Tode getroffen, brennend ab. Der Luftkampf tobte weiter. Etwa über dem Flugplatz Habsheim lag unser A.E.G. Großkampf Flugzeug der Feldflieger Abt.48 mit einem feindlichen Doppeldecker im Kampf. Beide Gegner jagten im Kreise einander nach, jeder suchte dem anderen den Vorteil abzugewinnen. Wieder ein Schrei des Entsetzens, beide Flugzeuge flogen aufeinander zu prallten zusammen und stürzen in die Tiefe. Das dt. Großkampf Flugzeug stürzte in den Wald in der Nähe des Flugplatzes Habsheim. Die Besatzung, Flugzeugführer Offiziersstellvertreter Hopfgarten, Beobachter Leutnant der Res. Kurth und Maschinengewehrschütze Wallat waren tot. Ein unentwirrbarer Knäuel von Flugmotor, Fahrgestell, Streben und Tragdecken waren noch übrig. So gingen drei deutsche Heldenleben unter. Leutnant der Res. Kurth vom Garde Füsilier Regiment, selbst Sieger in mehreren Luftkämpfen musste hier, selbst unbesiegt, seine noch zu den stolzesten Hoffnungen berechtigte Fliegerlaufbahn beenden. Die franz. Besatzung stürzte brennend unweit der deutschen ebenfalls tödlich ab. In der selben Luftschlacht wurden von unseren Fliegern noch zwei weitere Gegner brennend abgeschossen. Alle 8 Insassen der 4 heruntergeschossenen gegnerischen Flugzeuge waren tot. Ihre Personalien wurden festgestellt. Die Feldflieger Abt.48 setzten der gefallenen Besatzung ihres Flugzeuges an der Absturzstelle, an der die drei Helden auch zur letzten Ruhe gebettet wurde, ein Denkmal. Die Bronzeplatte, mit der die Inschrift am Denkmal, ist hergestellt aus den Bronzeteilen der abgeschossenen 4 feindlichen Flugzeuge.Inschrift der Platte:
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Hier ruht die am 18.März 1916 gefallene Besatzung eines Flugzeuges der Flieger Abt.48
Walter Kurth(Leutnant der Res.)
Fritz Hopfgarten (Offizier Stellvertreter)
Max Wallat (Vizefeldwebel)
Sie starben an dieser Stelle nach heldenhaftem Kampf gegen ein franz. Geschwader gemeinsam mit ihren Gegnern.
Die im Kampfe gefallenen franz. Besatzungen wurden ebenfalls an ihrer Absturzstelle mit militärischen Ehren beigesetzt. Ihnen wurden gleichfalls ein Gedenkkreuz errichtet.“
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Name: Wallat, Max (Vizefeldwebel Maschinengewehrschütze)
Geboren: 14.02.1889 (Kallvischken)
Gefallen: 18.03.1916 Habsheim (Oberelsass)
Name: Hopfgarten, Fritz (Offiziersstellvertreter Flugzeugführer)
Geboren: 04.09.1891 (Eschenrode)
Gefallen: 18.03.1916 Habsheim (Oberelsass)
Name: Kurth, Walter (Leutnant der Res. Beobachter)
Geboren: 26.08.1886 (Berlin)
Gefallen: 18.03.1916 Habsheim (Oberelsass)
Alle 3 Flieger liegen im Kameradengrab des Friedhofes Illfurth.
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