Die ersten Geschütze werden erbeutet
(10.August 1914)



"In blutigem Häuserkampf hatte das I./126 Oberaspach genommen. Nach Eroberung des Ortes berichteten Einwohner, daß draußen an der Straße nach Michelbach noch eine französische Batterie stehe, und tatsächlich, mit dem Feldstecher war es zu erkennen: Drei Geschütze und Munitionswagen; Bedienungsmannschaft schien noch dabei zu sein, an Bespannung fehlte es aber offenbar. Sofort meldete sich Leutnant d.R. Maier und drei Gruppen der 4.Kompanie. Von der 3.Kompanie machten sich Leutnant d.R. Wunder und etliche Mann gleichzeitig auf den Weg. Aus den Waldstücken beiderseits der Straße nach Michelbach knallten Schüsse; auch aus der Batteriestellung kam noch schwaches Schützenfeuer, aber das focht unsere Musketiere nicht an.

Postkarte bereitgestellt von Thierry Ehret

 In schnellstem Lauf  stürzten sie über Äcker und Felder der Beute zu. Einige französische Artilleristen rannten querfeldein. Es waren die letzten Überlebenden der Batterie. Ihre toten Kameraden lagen bei den Geschützen, von denen zwei nebst den Munitionswagen völlig unversehrt waren, ein drittes hatte einen Volltreffer abbekommen. Ein einziges Pferd lebte noch. Das wurde gleich vor eines der Geschütze gespannt und zurück gings im Triumph, von feindlichen Kugeln umsaust, Oberaspach zu. Dort wurden weitere Gäule requiriert, die den Rest der stolzen Beute zurückschafften. In einem Telegramm meldete Generaloberst von Heeringen den schönen Erfolg seines Straßburger Regiments."

                             (Kling,???,S.34/35)

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