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Zu Beginn des Weltkrieges stehen die "Achter" unter dem
Kommando des Oberst Paul von Schimpf.
Die ersten Kriegswochen erlebt das Regiment im Verband
seiner Friedensgliederung:
7. Armee (Generaloberst v. Heeringen)
XV. Armeekorps (General der
Infanterie v. Deimling)
39. Infanterie Division (Generalleutnant
Frhr. v. Watter)
61. Infanterie Brigade (Generalmajor
von Frankenberg und Ludwigsdorf), mit I.R.132 und Jäg.Btl.8
Bereits mit der Mobilmachung und den darauffolgenden Tagen
(02.08.1914-07.08.1914) werden Teile des Regiments im Bahnschutz eingesetzt
(Region Schlettstadt, Molsheim, Zabern). Da die Festung Straßburg
zum Operationsgebiet erklärt wird, wird das Ersatzbataillon des Regiments
in Zuffenhausen aufgestellt. Am 08.08.1914 wird dann das gesamte Regiment
verladen und nach Colmar transportiert, von wo es zu Fuß in Richtung
Mülhausen geht.
Die ersten Kämpfe (Feuertaufe) bestehen die "Großherzog
Friedrich Musketiere" am 09.08.1914 bei Sennheim (heute Cernay). Am 10.08.1914
werden vom Regiment die ersten französischen Kanonen des Weltkrieges
erbeutet, was die heimische Propaganda entsprechend feiert.
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Ende November stößt die 39. Infanterie Division
und mit ihr das Regiment 126 zur 4. Armee (Herzog Albrecht von Württemberg),
unterer deren Befehl sie bis in den Januar 1916 stehen wird. Das ganze
Jahr 1915 hindurch führen die "Achter" Stellungskämpfe in Flandern.
Hinter der Regimentsstellung bei Ypern entseht ab dem Frühjahr 1915
der "Waldfriedhof", den Offizierstellvertreter Weber in seinem Gedicht
"Waldfriedhof in Flandern" beschreibt.
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Als am 19.07.1915, 8.10 Uhr abends, englische Truppen
bei Hooge mit einer gewaltigen Minensprengung die deutschen Stellungen
in die Luft jagen, steht das Regiment erneut im Mittelpunkt des Geschehens:
über 100 Mann der 7. und 8. Kompanie werden getötet oder verschüttet.
Der Krater, an dessen stelle sich heute das Hooge-Krater-Museum befindet,
hat bis zu diesem Zeitpunkt des Krieges ungeahnte Ausmaße:
Tiefe 12 m, Durchmesser 40 m. Der gewaltige Erdauswurf
hat die umliegenden Gräben bis in 80m Enfernung ganz oder teilweise
zugeschüttet. Bis zum 29.07.1915 steht das Regiment im Kampf um den
Trichter.
Die Wege und Taten der "Achten Schwaben" von Straßburg
bis nach Flandern zeichnet Hoboist Rieß in einem Gedicht nach, welches
er am 25.02.1915, anlässlich der Geburtstagsfeier des Württembergischen
Königs Wilhelm II., dem Regiment widmete.
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Dem Infanterie Regiment 126 zum 25. Februar 1915 |
| 17.01.1916
-17.10.1916
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| 17.10.1916
-18.11.1916
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| 19.11.1916
-23.12.1916
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| 23.12.1916
-24.04.1917
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| 26.04.1917
-05.07.1917
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| 06.07.1917
-13.10.1917
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| 14.10.1917
-20.11.1917
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| 24.11.1917
-20.03.1918
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Aufmarsch zur großen Schlacht in Frankreich |
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| 21.03.1918
-11.04.1918
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| 12.04.1918
-22.07.1918
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| 23.07.1918
-19.09.1918
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Schlacht bei Monchy-Bapaume |
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Nachdem die am 21.03.1918 eröffnete "Große Schlacht in Frankreich" deutscherseits trotz des größtmöglichen Einsatzes an Mensch und Materieal (192 Divisionen, über 3,6 Millionen Soldaten, 710000 Pferde, 14000 Geschütze und etwa 100 Tanks) und trotz anfänglicher großer Geländegewinne nicht den erhofften kriegsentscheidenden Durchbruch erbringt, erstarrt die Front erneut. Im steten Wechsel mit anderen kriegserfahrenen und bereits erheblich aufgeriebenen Regimentern ist das Regiment 126 im Sommer 1918 nahezu pausenlos im Kampfeinsatz. Im September 1918 beginnt dann die Phase des Krieges, die man später als "Rückzugskämpfe" bezeichnen sollte. Im Verband seiner 39. Infanterie Division verlegt auch das I.R. 126 schrittweise, beginnend in der Region um Ypern, immer "nahe am Feind" von einer strategisch wichtigen Position zur nächsten zurück, folgende Skizze zeichnet diesen Weg nach.
(Moser, 1927, S.737) |
Nachdem bereits am 04.09.1918 bedingt durch den Mangel
an einsatzfähigen Soldaten die Kompanien 3,8 und 9 aufgelöst
wurden, beträgt die Frontstärke des Regiments am 20. Oktober
noch 10 Offiziere, 33 Unteroffiziere und 174 Mann! Die Nachricht vom Waffenstillstand
erreicht das Regiment dann in Assche bei Brüssel. Der Rückmarsch
in die Heimat beginnt. Über Kerbergen, Hermalle, Neuschateau, Aachen,
und Düsseldorf wird am 27.11.1918 Hamm erreicht. Von dort geht es
am 01.12.1918 weiter nach Münster. Während eine Abordnung des
Regiments zu den Einzugsfeierlichkeiten nach Berlin entsandt wird, beginnt
für die restlichen Soldaten am 06.11.1918 der Bahntransport nach Zuffenhausen,
dem Standort des Ersatz-Bataillons. Dort treffen erste Teile des Regiments
am 08.12.1918 um 4.00 Uhr früh ein. Nach einer letzten Parade am 12.12.1918
beginnt am 13.12.1918 die Demobilmachnung, die am 10.01.1919 beendet ist.
An diesem Tag endet somit auch die über 200 Jahre zählende Geschichte
des 8.Württembergischen Infanterie Regiments Nr. 126 "Großberzog
Friedrich von Baden".
Das Ehrenmal der 126´er auf dem Waldfriedhof in Stuttgart. Foto: Götz Mack |
verzeichnen 5011 Gefallene 1914-1918 |
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